Polyneuropathie (Nervenreizung)

"Polyneuropathie" bedeutet übersetzt "Leiden der vielen kleinen Nerven". Es handelt sich um eine häufig chronifizierte Nervenreizung, die meistens in den Füßen oder Händen beginnt. Sie wird durch folgende Faktoren ausgelöst:

 

• Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

• Alkoholmissbrauch

• Autoimmun-Erkrankung

• Vergiftung mit Thallium, Cadmium und Blei

• Medikamente

• Infektion (z.B. Borreliose)

• Vitamin-B-Mangel

• Nierenschwäche

• Bei Krebs-Erkrankung oder als Nebenwirkung bestimmter Wikstoffe der Chemotherapie  (z.B. Cisplatin, Taxane und Alkaloide)

• Vererbare Polyneuropathie (sehr selten)

• Ursache unbekannt (mehr als 50%)

 

 

Was sind hierbei die typischen Symptome?

 

• Gefühlsstörungen / Taubheit

• Kribbelparästhesien ("Ameisenlaufen")

• brennende oder kribbelnde Schmerzen

• aber keine "unruhigen Beine", dieses Zeichen spricht eher für ein RLS-Syndrom

 

 

Wie wird die Polyneuropathie konventionell behandelt?

 

In der Schulmedizin wird die Polyneuropathie vor allem medikamentös mit Antidepressiva, Morphin-Derivaten und Antiepileptika (Medikamente, die eigentlich für Epilepsie-Patienten entwickelt wurden), behandelt. Diese Medikamente haben aber häufig deutliche Nebenwirkungen.

Gute Erfolge verzeichnen wir unter Akupunktur und Capsaicin, einem Extrakt aus Chilischoten. Letzteres kann als Salbe oder als hochkonzentriertes Pflaster (Qutenza®) angewendet werden.

 

Wenn alle diese Maßnahmen nicht helfen, dann empfehlen wir eine sogenannte Implantat-Akupunktur.

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