Karpaltunnel-Syndrom

Kribbeln in der Hand, vor allem der ersten 3 Finger, eine Kraftlosigkeit des Daumens und nächtliches Einschlafen der Hände sind häufige Zeichen einer Störung des Nervus Medianus, eines kräftigen Nervs, der die Hand versorgt.

Durch Schwellungen im Bereich des Handgelenks, Verkürzungen der Bänder und mangelnde Durchblutung kann der Nerv gestört werden, und es kommt zu den beschriebenen Beschwerden.

Frauen sind häufiger als Männer betroffen, das übliche Lebensalter für die Entwicklung eines Karpaltunnelsyndroms ist etwa 50 Jahre.

Normalerweise behandelt man zuerst mit Schmerz- und Entzündungsmitteln, dann mit Kortison-Injektionen oder auch mit einer operativen Erweiterung des Nervenkanals. Nachts hilft in zahlreichen Fällen eine Schienung des Handgelenks.

Aber auch mit Akupunktur konnte in der Vergangenheit schon sehr häufig eine Linderung bzw. sogar Heilung erreicht werden. Dies belegt jetzt auch eine Pilotstudie der Harvard-Universität.

Falls sich die Beschwerden durch Akupunktur nicht bessern, kann immer noch operiert werden, wobei arthroskopisch, das Gewebe möglichst wenig verletzt werden sollte, damit es nicht zu einer zusätzlichen Narbenbildung kommt.

Eine relativ neue Methode ist die sogenannte Neurostimulation (Implantation von kleinen Titan-Implantaten) an Nervenäste des äußeren Ohres.

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